GaNiCa – Ein Herzensprojekt für unsere treuen Lehrer
Die Geschichte von GaNiCa begann nicht am Schreibtisch, sondern im Stall – tief verwurzelt in der täglichen Arbeit mit Schulpferden. Unsere Gründerin Nicole, selbst langjährige und leidenschaftliche Ausbilderin in verschiedenen Betrieben, sah Tag für Tag, was diese besonderen Pferde leisten. Sie sind unsere geduldigen Lehrmeister, die uns das Reiten erst ermöglichen, die Kinder tragen und uns in ihren Bann ziehen. Doch Nicole erlebte auch die Schattenseiten: das Vergessen, das „Aussortieren“, wenn die Kraft nachlässt, und die oft traurige Ungewissheit über das Schicksal der Tiere, sobald sie ihren Dienst nicht mehr wie gewohnt verrichten können.
Aus dieser tiefen Verbundenheit und dem Wunsch, nicht länger wegzusehen, entstand GaNiCa. Der Name ist dabei eine Hommage an Weggefährten, die Nicole geprägt haben:
- Ga steht für Gandus: Ihr Erfolgspferd, das sie eindrucksvoll lehrte, dass ein Pferd weit über seine sportliche Leistung hinaus ein Individuum ist, das Liebe, Achtung und einen schönen Lebensabend verdient – egal, wie viele Hürden das Schicksal bereithält.
- Ni steht für Nicole: Unsere Initiatorin, die ihre Erfahrungen aus der Reitschulpraxis nutzt, um einen Unterschied zu machen.
- Ca steht für Carl: Ihr treuer Hund, der sie an jedem Tag im Stall begleitet und für den unermüdlichen Teamgeist steht, der uns bei GaNiCa verbindet.
Gemeinsam mit einem engagierten Team aus Pferdemenschen setzen wir uns heute dafür ein, Schulpferden nach ihrer aktiven Zeit den Ruhestand zu ermöglichen, den sie nach all den Jahren voller Demut und Einsatz verdient haben. Wir möchten Bewusstsein schaffen, hinschauen, wo andere wegschauen, und diesen treuen Partnern ein zweites, unbeschwertes Leben schenken. Denn ein Schulpferd ist viel mehr als nur ein „Nutztier“ – es ist ein Freund, der unsere Dankbarkeit verdient



Unser Vorstand stellt sich vor
1. Vorsitzende
Nicole Grimm
Ich kann mich nicht erinnern, dass in meinem Leben einmal keine Pferde, vorkamen. Ich bin in Niedersachsen auf dem Dorf groß geworden, mein Opa war Hufschmied. Und wenn ich mal nicht auf den Ponys, die zu meinem Opa kamen, reiten durfte, ging ich eben zu unseren Nachbarn und nervte dort so lange, bis ich auf der Hannoveraner Stute „Ragna“ durch den Obstgarten geführt wurde. Mit 8 Jahren durfte ich in Röllinghausen im Schulbetrieb meine ersten Reitstunden nehmen. „Emskunde“ hatte riesige Hufe, die sie erst wieder von meinem Fuß runternahm, wenn der Reitlehrer vorbeikam. „Lara“ war ein ehemaliges Rennpferd, was sich bei jeder Reitstunde im Einzelgalopp wiederspiegelte. Und ich bin mir heute noch sicher, sie wurde nicht aus dem Rennsport genommen, weil sie zu langsam war! Mit „Hexe“ nahm ich an meiner ersten Reiterprüfung teil. Gemeinsam mit „Marlon“, „Chablis“ und „Gandus“ hatte ich später die größten Turniersporterfolge. Doch die schönsten und unvergesslichsten Momente waren und sind für mich die ganz leisen, oft unbeobachteten Momente, in denen man den Anmut dieser großartigen Geschöpfe entdecken kann, ihre Eleganz. Ihre Sanftheit spürt, ihre Wärme und Großherzigkeit. Gemeinsam mit Pferden kann man über sich hinauswachsen. Sie zeigen einem die eigenen Grenzen auf. Verzeihen beinahe jeden Fehler – und das sind bei mir persönlich viele gewesen – und kommen bei der nächsten Begegnung trotzdem wieder vertrauensvoll mit ihren großen, klugen Augen auf einen zu. Neben all den wunderbaren Pferden, prägen Josta Frohning und Martin Plewa, bei dem ich 2003 auch meine Pferdewirtschaftsmeister Prüfung mit Stensbeck-Auszeichnung ablegte, seit langem mein Pferdeleben.
Ich habe mich nach vielen positiven und leider auch etlichen negativen Erlebnissen entschieden – sei es in meinem Unterricht, in Lehrgängen, Trainerfortbildungen, oder im täglichen Austausch – das Bewusstsein für Tierwohl, immer in den Vordergrund zu stellen. Insbesondere das derer, die häufig keine Stimme haben – nämlich der Schulpferde!
WISSEN UM DAS PFERD IST GELEBTER TIERSCHUTZ!
GaNiCa ist meine Entscheidung, gemeinsam mit vielen Gleichgesinnten dafür zu sorgen, dass aus Schulpferden auch glückliche Rentner werden können!


2. Vorsitzende
Katharina Frey
Pferde begleiten mich, seit ich denken kann. Schon mit fünf Jahren habe ich mit dem Kindervoltigieren auf Schulpferden begonnen und später in Vereinen auf Schulpferden das Reiten gelernt. Dabei wurde mir immer wieder bewusst, wie viel diese Pferde für uns Reiter leisten — oft über viele Jahre hinweg und meist finden sie nach ihrer aktiven Zeit viel zu wenig Beachtung. Die Reitschüler verlieren den Bezug zu den Pferden und die Vereine haben oft nicht die finanziellen Mittel für Pferde, die kein Geld mehr einbringen können. Genau deshalb engagiere ich mich bei GaNiCa als 2. Vorsitzende: Mir liegt am Herzen, dass Schulpferde nicht einfach „aussortiert“ werden, sobald sie keine Leistung mehr bringen, sondern den würdevollen und glücklichen Ruhestand erhalten, den sie verdienen. Denn ohne sie hätten die meisten von uns das Reiten wohl nie gelernt.
Kassenwartin
Franziska Clauß
Die meisten von uns haben ihre ersten reiterlichen Schritte auf einem Schulpferd gemacht. Auch ich – mit 9 Jahren in einer Pony-Reitschule.
Heute bin ich 34 und lerne noch immer dazu – inzwischen mit meinem eigenen Pferd. Doch die Basis für all das haben geduldige, verlässliche Schulpferde gelegt, die uns getragen, uns Fehler verziehen und uns das Reiten überhaupt erst ermöglicht haben. Ich finde, das Mindeste, was wir ihnen zurückgeben können, ist Dankbarkeit in Form von Fürsorge. Viele dieser Pferde verbringen den Großteil ihres Lebens im Schulbetrieb, was vielen Reitschülern gar nicht bewusst ist – umso wichtiger ist es, ihnen einen würdevollen, entspannten Lebensabend zu ermöglichen.
Genau dafür setzen wir uns ein.

Unsere Gründungsmitglieder stellen sich vor
Christine Dennig
Ich bin seit klein auf Pferdemädchen, zunächst beim Ponyreiten mit meiner Oma, bis ich dann auf einem kleinen Hof bei uns im Dorf Reitstunden genommen habe. Meine dortige Reitbeteiligung, der Isländer Vindur wurde weit über 30 Jahre und hatte ein tolles Leben zwischen Reitstunden und Koppeln, bis er dann auf dem Hof sein Rentenleben genießen durfte. Den Großteil meines „Reiterlebens“ habe ich bisher in Reitschulen oder als Reitbeteiligung verbracht und habe so auch Nicole kennengelernt. Ihre Liebe und Hingabe für die Pferde beeindruckt mich bis heute, über sie durfte ich den Weg von einigen Schulpferden in ihre wohlverdiente Rente miterleben. Darunter unter anderem auch Alwin, dem ich sehr viel zu verdanken habe. Es freut mich immer wieder aufs Neue, Bilder von unseren glücklichen Rentnern zu sehen. Die Gründung von Ganica finde ich eine tolle Initiative, mit der ich den vielen wunderbaren Schulpferden etwas zurückgeben kann.


Hermann Grams
Als Ausbilder für gutes Training und gelingenden Unterricht begleite ich verschiedene Sportfachverbände und Landes Sportbünde. Dabei spielt die Sportart keine so große Rolle, denn der Prozess des Lernens und Könnens folgt pädagogisch und psychologisch ähnlichen Mustern. Als Nicht-Reiter durfte ich dazu lernen und feststellen, dass Reitunterricht besonders anspruchsvoll für alle Beteiligten ist. Nach und nach verstand ich auch, wie groß das Thema „Pro Pferd“ ist. In Fortbildungslehrgängen mit Nicole Grimm lernte ich eine leidenschaftliche Pferdefreundin kennen, die nicht nur im Unterricht und im Training das Pferdewohl an die erste Stelle setzt, sondern auch bis zum Ende denkt. Eine Unterstützung bei der Gründung dieser Vereins-Idee war für mich dann keine Frage (mehr).

